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WARUM DIE KREISLAUFWIRTSCHAFT EIN MODELL MIT ZUKUNFT IST

Unser Planet droht an Plastikmüll zu ersticken – und daran trägt auch Deutschland eine gehörige Mitschuld. Diese These vertritt der ehemalige Umweltminister und Abfallexperte Klaus Töpfer. Das deutsche Recyclingsystem sei gescheitert, da nur ein Bruchteil der gesammelten Kunststoffe tatsächlich wiederverwertet werde, so Töpfer jüngst im „Spiegel“.

Er fordert die konsequente Umsetzung kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien, notfalls unter politischem Zwang. Dabei beweisen weltweit erfolgreiche Unternehmen schon heute, welche großen Chancen ein Umdenken haben kann.

Die Grundidee der Kreislaufwirtschaft beschränkt sich bei weitem nicht nur auf fachgerechtes Recycling. Vielmehr steckt dahinter der Ansatz, schon von Beginn an auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen und Produkte mit möglichst langer Funktionsdauer zu entwerfen, die sich auch reparieren lassen. Hier greift das Konzept der „geplanten Langlebigkeit“, die ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft ist. Wenn das Ende des Pro…
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Aus dem EU-Parlament: Kreislaufwirtschaft - Definition und Vorteile

Entdecken Sie die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft und ihre Vorteile für Umwelt, Wachstum und Bürger in unserem Video und unserer Infografik.
Trailer Kreislaufwirtschaft-definition-und-vorteile 👆

Die Europäische Union produziert jährlich mehr als 2,5 Milliarden Tonnen Abfall. Sie aktualisiert derzeit ihre Rechtsvorschriften für die Abfallwirtschaft, um den Übergang von einer Linearwirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft zu fördern. Aber was bedeutet Kreislaufwirtschaft eigentlich? Warum ist dieser Paradigmenwechsel nötig und welche Vorteile ergeben sich daraus?

Was ist Kreislaufwirtschaft?

Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert. In der Praxis bedeutet dies, dass Abfälle auf ein Minimum reduziert werden. Nachdem ein Produkt das Ende seiner Leb…

VDI will Kreislaufwirtschaft fördern

29.01.2020

Der VDI sieht in einer zirkulären Wertschöpfung enormes ökologisches und wirtschaftliches Potenzial. In einer neuen Publikation stellt der Verein die wichtigsten Handlungsfelder vor, um das Konzept einer breit angelegten zirkulären Wertschöpfung zu realisieren.


Illustration: E.Zillner

Der VDI sieht es als eine Aufgabe der Ingenieure und Ingeneurinnen, zirkuläre Wertschöpfungsprozesse zu entwickeln, um den Wert von Materialien zu erhalten. Verwendete Stoffe sollen nach der Gebrauchsphase dem Wertschöpfungskreislauf erneut zugeführt werden. „Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir nicht nur ein Umdenken im Umgang mit gebrauchten Produkten, sondern auch in der Produktentwicklung und in der Art der Produktnutzung. Produkte müssen so konzipiert werden, dass sie sich nach ihrer Verwendung wieder ökonomisch und ökologisch vorteilhaft in ihre Stoffkomponenten separieren lassen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Heinz F. Voggenreiter, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats im VDI. „Zudem…

Klimaschutzpotenziale der Kreislaufwirtschaft: Wir müssen Ressourcen gebrauchen statt verbrauchen

von Harald Christ

Recycling von Plastik könnte viel CO2-Emmissionen einsparen. Umso erstaunlicher ist es, dass das Klimaschutzpaket der Bundesregierung die Kreislaufwirtschaft nicht erwähnt.



Blöcke aus PET-Flaschen -Die Nachfrage nach Recyclingrohstoffen muss gestärkt werden. (Foto: Imago)

Plastik ist eines der großen Umweltprobleme unserer Zeit, es rangiert auch in der öffentlichen Wahrnehmung inzwischen direkt hinter der globalen Erwärmung. Schätzungen gehen auf Deponien oder in der Natur von rund fünf Milliarden Tonnen Plastik weltweit aus, während keine zehn Prozent des bislang hergestellten Plastiks wiederverwertet wurden. Recycling von Plastik vermeidet aber nicht nur den Eintrag des langlebigen Stoffes in die Umwelt. Es birgt auch erhebliches Klimaschutzpotential.

10 bis 13 Prozent der CO2-Menge, die die Menschheit noch emittieren dürfte, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, fallen allein auf die Kunststoffproduktion. Deutschland ist das Mutterland der Mülltrennung und hat ein ausgef…

Erdüberlastungstag - 2018 | 1.August (So früh wie noch nie!)

Die Menschheit hat die natürlich verfügbaren Ressourcen bereits an diesem Mittwoch komplett aufgebraucht. Der sogenannte Erdüberlastungstag fällt nach Berechnung der Forschungsorganisation Global Footprint in diesem Jahr schon auf den 1. August - so früh lebte die Weltbevölkerung noch nie auf Öko-Pump. Die Wissenschaftler rechnen aus, wann die Ressourcen verbraucht sind, die innerhalb eines Jahres auch wieder nachwachsen könnten, also nachhaltig verfügbar sind. 1970 war es rechnerisch erst Ende Dezember so weit, im Jahr 2000 bereits im September. Inzwischen wirtschaftet die Weltbevölkerung nach Angaben von Global Footprint, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung.
Umweltschützer mahnen zu nachhaltiger Lebensweise Umweltschützer nutzen den Tag, um einen schonenderen Umgang mit Rohstoffen anzumahnen. „Wir müssen unsere Lebensweise endlich klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten, um den Raubbau von Ressourcen zu stoppen“, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock. „Energiewende, ökologi…

Rebound-Effekt

Rebound-Effekt - Effizienzsteigerungen senken oft die Kosten für Produkte oder Dienstleistungen. Dies kann dazu führen, dass sich das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer ändert: Sie verbrauchen mehr - die ursprünglichen Einsparungen werden teilweise wieder aufgehoben. Dieser Effekt wird Rebound genannt. -

Wenn Energiesparen den Verbrauch erhöht. - Haushaltsgeräte verbrauchen heute zwar weniger Strom als noch vor dreißig Jahren. Dafür besitzen wir aber auch mehr Elektrogeräte als früher. Sind Geräte effizienter, tendieren wir außerdem dazu, sie häufiger oder länger zu benutzen. Dieses Phänomen nennt sich „Rebound-Effekt“.

Quelle: www.umweltbundesamt.de, 08.02.2018

Kreislaufwirtschaft: Die Lebensdauer der Dinge verlängern

Der Begriff Kreislaufwirtschaft, der mehr und mehr in den politischen Agenden auftaucht, ist zwar präzise, drückt jedoch die darin implizierte, tiefe geistige Veränderung nicht aus. Wir leben in einer einzigartigen Zeit, in der Maschinen und Arbeitskräfte nicht nur zur Herstellung von Jeans verwendet werden, sondern auch, um sie schon vor dem Verkauf zu verbrauchen.

Eigentlich ist die Idee einer Kreislaufwirtschaft genau das Gegenteil. Sie bedeutet, dass Produkte und Materialien länger im Gebrauch „zirkulieren". Dadurch verringert sich die Menge an Rohstoffen und neu erzeugten Gütern sowie ihre Umweltbelastung.

Diese findet schon Anwendung: Fairphone produziert ein Smartphone, dessen Komponenten aktualisierbar und reparierbar sind, Interface produziert seine neuen Teppichböden aus seinen alten zu entsorgenden, Volkswagen verkauft jährlich Zehntausende von „remanufactured" Motoren.

Es gilt nun, die Prinzipien dieser Pionieransätze in der ganzen Wirtschaft zu etablieren. Der …

KREISLAUFWIRTSCHAFT 4.0 - WHITEPAPER