Direkt zum Hauptbereich

Posts

Im Klimaschutz-Paket fehlt die Kreislaufwirtschaft

Deutsche Umwelthilfe fordert konsequente Förderung von Abfallvermeidung und Recycling.
Berlin (ots) - Klimaschutzpaket des Klimakabinetts lässt Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling außen vor - Wirksamer Klimaschutz gelingt nur, wenn Produkte und Verpackungen wiederverwendet und Materialien recycelt werden - Deutsche Umwelthilfe fordert Integration der Kreislauslaufwirtschaft in das Maßnahmenpaket zum Klimaschutz. Das vom Klimakabinett am 20. September 2019 vorgelegte Klimaschutzpaket kommentiert die Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Barbara Metz: "Das vom Klimakabinett vorgelegte Maßnahmenprogramm ist auch hinsichtlich der Kreislaufwirtschaft eine Nullnummer. Das Wort wird darin nicht einmal erwähnt. Lediglich auf die Erfassung von Deponiegasen wird eingegangen. Das reicht nicht ansatzweise, um das Klimaschutzpotential der Kreislaufwirtschaft auszuschöpfen, das Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling bieten. Deren Nichtb…
Letzte Posts

Kreislaufwirtschaftspaket

Abfälle vermeiden - Ressourcen schonen! 
Die Menschheit verbraucht heute 1,5-mal mehr Ressourcen, als die Erde regenerieren kann. Durch die Kreislaufwirtschaft können natürliche Ressourcen nachhaltig geschont werden, indem man Abfälle vermeidet oder diese wieder für die Produktion neuer Güter verfügbar macht. Es sollten Ressourcen nur in solchem Umfang verbraucht werden, wie sie sich auch wieder erneuern können. Dafür braucht Europa eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Am 2. Dezember 2015 hat die Europäische Kommission unter Jean-Claude Juncker einen Vorschlag für ein Kreislaufwirtschaftspaket vorgelegt, nachdem ein ambitionierterer Vorschlag der Vorgängerkommission unter José Manuel Barroso vom 2. Juli 2014 zurückgezogen wurde. Das nun beschlossene Kreislaufwirtschaftspaket enthält Änderungen der aktuellen Richtlinien zum Thema Abfall, Verpackungen und Verpackungsabfall, Deponierung sowie Elektroschrott.

Das Kreislaufwirtschaftspaket bleibt in vielen Bereichen jedoch hinter dem…

WARUM DIE KREISLAUFWIRTSCHAFT EIN MODELL MIT ZUKUNFT IST

Unser Planet droht an Plastikmüll zu ersticken – und daran trägt auch Deutschland eine gehörige Mitschuld. Diese These vertritt der ehemalige Umweltminister und Abfallexperte Klaus Töpfer. Das deutsche Recyclingsystem sei gescheitert, da nur ein Bruchteil der gesammelten Kunststoffe tatsächlich wiederverwertet werde, so Töpfer jüngst im „Spiegel“.

Er fordert die konsequente Umsetzung kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien, notfalls unter politischem Zwang. Dabei beweisen weltweit erfolgreiche Unternehmen schon heute, welche großen Chancen ein Umdenken haben kann.

Die Grundidee der Kreislaufwirtschaft beschränkt sich bei weitem nicht nur auf fachgerechtes Recycling. Vielmehr steckt dahinter der Ansatz, schon von Beginn an auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen und Produkte mit möglichst langer Funktionsdauer zu entwerfen, die sich auch reparieren lassen. Hier greift das Konzept der „geplanten Langlebigkeit“, die ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft ist. Wenn das Ende des Pro…

Rebound-Effekt

Rebound-Effekt - Effizienzsteigerungen senken oft die Kosten für Produkte oder Dienstleistungen. Dies kann dazu führen, dass sich das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer ändert: Sie verbrauchen mehr - die ursprünglichen Einsparungen werden teilweise wieder aufgehoben. Dieser Effekt wird Rebound genannt. -

Wenn Energiesparen den Verbrauch erhöht. - Haushaltsgeräte verbrauchen heute zwar weniger Strom als noch vor dreißig Jahren. Dafür besitzen wir aber auch mehr Elektrogeräte als früher. Sind Geräte effizienter, tendieren wir außerdem dazu, sie häufiger oder länger zu benutzen. Dieses Phänomen nennt sich „Rebound-Effekt“.

Quelle: www.umweltbundesamt.de, 08.02.2018

Statusbericht 2018 der deutschen Kreislaufwirtschaft

Hier geht es zum PDF. 👆 Quelle: www.bvse.de

Kreislaufwirtschaft: Die Lebensdauer der Dinge verlängern

Der Begriff Kreislaufwirtschaft, der mehr und mehr in den politischen Agenden auftaucht, ist zwar präzise, drückt jedoch die darin implizierte, tiefe geistige Veränderung nicht aus. Wir leben in einer einzigartigen Zeit, in der Maschinen und Arbeitskräfte nicht nur zur Herstellung von Jeans verwendet werden, sondern auch, um sie schon vor dem Verkauf zu verbrauchen.

Eigentlich ist die Idee einer Kreislaufwirtschaft genau das Gegenteil. Sie bedeutet, dass Produkte und Materialien länger im Gebrauch „zirkulieren". Dadurch verringert sich die Menge an Rohstoffen und neu erzeugten Gütern sowie ihre Umweltbelastung.

Diese findet schon Anwendung: Fairphone produziert ein Smartphone, dessen Komponenten aktualisierbar und reparierbar sind, Interface produziert seine neuen Teppichböden aus seinen alten zu entsorgenden, Volkswagen verkauft jährlich Zehntausende von „remanufactured" Motoren.

Es gilt nun, die Prinzipien dieser Pionieransätze in der ganzen Wirtschaft zu etablieren. Der …

Kreislaufwirtschaft 2018: 3 Wachstumstrends

Das Pariser Abkommen, spürbare Veränderungen im Konsumverhalten der Verbraucher und die stetig steigende Nachfrage von nachhaltigen Produkten – die Kreislaufwirtschaft hat Einzug auf die Agenda der deutschen Industrie genommen. Doch nach einer aktuellen Untersuchung des Bundesumweltministeriums stammen tatsächlich nur rund 14 Prozent der eingesetzten Rohstoffe in den Produktionsketten aus dem Recycling. In der EU kommen 15 Tonnen Ressourcen jährlich pro Kopf und sind damit für das Recycling verloren. Deutschland verfügt über eines der weltweit führenden Systeme im Bereich der Abfallwirtschaft.

Welche Trends im nächsten Jahr die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Unternehmen beschleunigen werden, erklärt Giulio Bonazzi, CEO von Aquafil und Initiator des ECONYL® Regenerationssystems:

1) Digitalisierung und Sharing Economy als wichtigste Impulse

Menschen teilen Autos und vermieten Teile ihrer Wohnung, anstatt für Hotels zu bezahlen. Sharing Economy wird immer beliebter. Unternehmen, die…