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Kreislaufwirtschaft 2018: 3 Wachstumstrends

Das Pariser Abkommen, spürbare Veränderungen im Konsumverhalten der Verbraucher und die stetig steigende Nachfrage von nachhaltigen Produkten – die Kreislaufwirtschaft hat Einzug auf die Agenda der deutschen Industrie genommen. Doch nach einer aktuellen Untersuchung des Bundesumweltministeriums stammen tatsächlich nur rund 14 Prozent der eingesetzten Rohstoffe in den Produktionsketten aus dem Recycling. In der EU kommen 15 Tonnen Ressourcen jährlich pro Kopf und sind damit für das Recycling verloren. Deutschland verfügt über eines der weltweit führenden Systeme im Bereich der Abfallwirtschaft.

Welche Trends im nächsten Jahr die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Unternehmen beschleunigen werden, erklärt Giulio Bonazzi, CEO von Aquafil und Initiator des ECONYL® Regenerationssystems:
Quelle: rawpixel

1) Digitalisierung und Sharing Economy als wichtigste Impulse

Menschen teilen Autos und vermieten Teile ihrer Wohnung, anstatt für Hotels zu bezahlen. Sharing Economy wird immer beliebter.…
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Das steht im neuen Verpackungsgesetz

Deutschland hat seit diesem Jahr ein neues Verpackungsgesetz. Was steht drin? Und was soll es bringen?

Seit Anfang Januar gilt das neue Verpackungsgesetz. Es soll helfen, dass mehr Verpackungen eingesammelt und recycelt werden – und dass wertvolle Ressourcen gar nicht erst zu Verpackungen verarbeitet werden. Denn Deutschland ist mit rund 220 Kilogramm pro Kopf und Jahr europäischer Spitzenreiter beim Anfall von Verpackungsabfällen. Doch was genau steht in dem neuen Gesetz?
Höhere Recycling- und Wiederverwendungsquoten

Das Gesetz schreibt vor, dass deutlich mehr recycelt oder wiederverwendet wird: Bei Glas steigt die Quote von derzeit 75 auf 80 Prozent und ab 2022 dann auf 90 Prozent, bei Papier und Karton von derzeit 70 auf dann 90 Prozent, ebenso bei Eisenmetallen. Im kommenden Jahr sollen 75 Prozent der Getränkekartonverpackungen recycelt werden statt nur 60 Prozent, 2022 sollen es 80 Prozent sein. Am anspruchsvollsten sind die Ziele für Kunststoffe: Die Recyclingquote steigt von 36 …

Statusbericht 2018 der deutschen Kreislaufwirtschaft

Hier geht es zum PDF. 👆 Quelle: www.bvse.de

Kreislaufwirtschaft: Die Lebensdauer der Dinge verlängern

Der Begriff Kreislaufwirtschaft, der mehr und mehr in den politischen Agenden auftaucht, ist zwar präzise, drückt jedoch die darin implizierte, tiefe geistige Veränderung nicht aus. Wir leben in einer einzigartigen Zeit, in der Maschinen und Arbeitskräfte nicht nur zur Herstellung von Jeans verwendet werden, sondern auch, um sie schon vor dem Verkauf zu verbrauchen.

Eigentlich ist die Idee einer Kreislaufwirtschaft genau das Gegenteil. Sie bedeutet, dass Produkte und Materialien länger im Gebrauch „zirkulieren". Dadurch verringert sich die Menge an Rohstoffen und neu erzeugten Gütern sowie ihre Umweltbelastung.

Diese findet schon Anwendung: Fairphone produziert ein Smartphone, dessen Komponenten aktualisierbar und reparierbar sind, Interface produziert seine neuen Teppichböden aus seinen alten zu entsorgenden, Volkswagen verkauft jährlich Zehntausende von „remanufactured" Motoren.

Es gilt nun, die Prinzipien dieser Pionieransätze in der ganzen Wirtschaft zu etablieren. Der …

Lidl-Mutterkonzern setzt Expansion auf dem Müllmarkt fort

Lidl ist omnipräsent in deutschen Städten: Der Discounter ist überall, scheint es. Hinter der Kette steht die Schwarz-Gruppe, und die will künftig auch in der Abfallwirtschaft eine Rolle spielen. Bewegung auf dem Müllmarkt: Als erstes Handelsunternehmen hat der Mutterkonzern der Discounterkette Lidl, die Schwarz-Gruppe, ein eigenes duales System gegründet. Das bestätigte eine Firmensprecherin auf Anfrage. Details nennen wollte sie nicht. Bisher gibt es neun solcher Systeme - sie organisieren die Abholung, Sortierung und Verwertung von Abfall, der in Industrie und Handel anfällt. Das bekannteste ist die Firma DSD, welche die Markenrechte am Recycling-Zeichen Grüner Punkt hält. Für die Organisation von Eigenmarken-Verpackungsmüll zahlt Lidl bisher nach Branchenschätzung zwischen 70 und 80 Millionen Euro im Jahr. Damit setzt die Schwarz-Gruppe ihre Expansion auf dem Abfallmarkt fort. Im Sommer hatte sie den fünftgrößten privaten deutschen Entsorger übernommen, die Firma Tönsmeier aus P…

Erdüberlastungstag - 2018 | 1.August (So früh wie noch nie!)

Die Menschheit hat die natürlich verfügbaren Ressourcen bereits an diesem Mittwoch komplett aufgebraucht. Der sogenannte Erdüberlastungstag fällt nach Berechnung der Forschungsorganisation Global Footprint in diesem Jahr schon auf den 1. August - so früh lebte die Weltbevölkerung noch nie auf Öko-Pump. Die Wissenschaftler rechnen aus, wann die Ressourcen verbraucht sind, die innerhalb eines Jahres auch wieder nachwachsen könnten, also nachhaltig verfügbar sind. 1970 war es rechnerisch erst Ende Dezember so weit, im Jahr 2000 bereits im September. Inzwischen wirtschaftet die Weltbevölkerung nach Angaben von Global Footprint, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung.
Umweltschützer mahnen zu nachhaltiger Lebensweise Umweltschützer nutzen den Tag, um einen schonenderen Umgang mit Rohstoffen anzumahnen. „Wir müssen unsere Lebensweise endlich klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten, um den Raubbau von Ressourcen zu stoppen“, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock. „Energiewende, ökologi…

Rebound-Effekt

Rebound-Effekt - Effizienzsteigerungen senken oft die Kosten für Produkte oder Dienstleistungen. Dies kann dazu führen, dass sich das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer ändert: Sie verbrauchen mehr - die ursprünglichen Einsparungen werden teilweise wieder aufgehoben. Dieser Effekt wird Rebound genannt. -

Wenn Energiesparen den Verbrauch erhöht. - Haushaltsgeräte verbrauchen heute zwar weniger Strom als noch vor dreißig Jahren. Dafür besitzen wir aber auch mehr Elektrogeräte als früher. Sind Geräte effizienter, tendieren wir außerdem dazu, sie häufiger oder länger zu benutzen. Dieses Phänomen nennt sich „Rebound-Effekt“.

Quelle: www.umweltbundesamt.de, 08.02.2018